Protest 1980

Verschoben: 3.–12. September 2020

Geschichte(n) des Aktivismus
Protest 1980

Vor 40 Jahren entzündete sich an der Unfähigkeit der Politik, auf die Forderungen der Jugend einzugehen, eine Jugendbewegung. Strassenkämpfe, Vollversammlungen, ein autonomes Jugendzentrum und der Ruf «Nieder mit den Alpen! Freie Sicht aufs Mittelmeer!» ereilten die Limmat-Stadt. Zwar dankte das Zürich der Zünfte ab, doch der Ruf «Wir wollen alles, und zwar subito!» verhallte im emsigen Treiben der «planetaren Arbeitsmaschine». «D’Bewegig» kam zum Erliegen, doch die Gewissheit, dass die Welt auch anders, besser, freier, emanzipierter sein könnte, wirkt fort. Heute skandieren Millionen von Jugendlichen «System Change, not Climate Change!». Wer sind diese Menschen, die alles liegen lassen und für Veränderung auf die Strasse gehen? 1980? 2000? 2020? In «Protest 1980» treffen drei Generationen an Aktivist*innen aufeinander und spannen in der Regie des Belgiers Michiel Vandevelde den Bogen von der Jugendbewegung der 80er-Jahre in die Gegenwart. Aus sieben Erzählungen entsteht ein Geflecht aus Erfahrungen, Träumen und Enttäuschungen; eine Geschichte dieser Stadt. Wo ist dieser vielbeschworene Ausweg aus dem «stahlharten Gehäuse» des Kapitalismus? Zwischen Hoffnung und Verzweiflung macht «Protest 1980» das Theater zu einem Kollektivlabor politischer Vorstellungskraft.

Bild: Miklós Klaus Rózsa

Theater

Produktion

Mit
Ensemble und Protestierende von gestern und heute: Brandy Butler, Fiona Chiappori, Brigitta Javurek, Alma Onambele, Leon Pfannenmüller, Miklós Klaus Rózsa, Dario Vareni
Regie und Raum
Michiel Vandevelde
Kostüm
Tutia Schaad
Dramaturgie
Kostümassistenz
Camil Krings
Regieassistenz
Laura Weibel
Ausstattungsassistenz
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