Le Sacre du Printemps


«Maybe, to speak of the end of the world is to speak of the need to imagine, rather than a new world to replace our present one, a new people, the people that is missing. A people who believes in the world, that it will have to create with whatever world we will have left them.»
Deborah Danowski und Eduardo Viveiros De Castro in «The Ends of the World» 

«Le Sacre du Printemps» ist ein Meilenstein in der Musik- und Choreographiegeschichte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachten der Komponist Igor Strawinsky und der Choreograf Vaslav Nijinsky ihr bahnbrechendes Werk zur Uraufführung. Ihre Erzählung über das Fest und die Aufopferung für die Erde hat seitdem viele Kunstschaffende inspiriert.

In der am Neumarkt choreografierten Version schlägt der Choreograf Michiel Vandevelde eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Beginnend mit der Musik Strawinskys mischen sich mehr und mehr neue Klänge und Beats in die Komposition, bricht die Inszenierung mit der Althergebrachten. Zwei Menschen begegnen sich auf der Bühne. Strawinskys Musik hallt durch den Raum. In der Dunkelheit erscheinen und verschwinden Bilder von Feiern, Opfern, Verletzlichkeit, Verzweiflung und Freude – ganz so, als reiste man durch eine traumähnliche Landschaft vergangener Vorstellungen über die Beziehung des Menschen zur Umwelt. Mehr und mehr bleiben nur noch die Körper übrig, zeitgenössischer Sound füllt nun den Raum. In einem intimen Tanz erkunden zwei Tänzer:innen gegenseitig ihre Grenzen, Wünsche und körperlich eingeprägten Geschichten. Sie entpuppen sich als «die neue Gesellschaft», «the people that is missing».

Premiere am Donnerstag, 9. März 2023

Mit

David Attenberger und Brandy Butler

Produktionsteam

Choreografie & Szenografie: Michiel Vandevelde

Szenografie: Elen Braga

Musik: Igor Strawinsky & n. n.

Dramaturgie: Eneas Nikolai Prawdzic

David Attenberger

Brandy Butler

Michiel Vandevelde

Eneas Nikolai Prawdzic