Charles Linsmayer im Gespräch mit Lukas Hartmann über Pestalozzi

Hottinger Literaturgespräche

Gesprächsreihe über die Schweizer Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts

Den Hühnerstall hätte J. K. Lavater ihm nicht anvertraut, aber als König hätte er ihn zum Berater gemacht. In der Tat ist Pestalozzi, 1746 in Zürich geboren, 1827 in Brugg gestorben, mit allem, was er unternahm, gescheitert: 1774 mit der Armenanstalt von Birr, 1799 mit dem Stanser Waisenhaus, 1805 mit dem Burgdorfer Institut und 1825 mit dem von Yverdon, das aller Berühmheit zum Trotz den Querelen des Personals zum Opfer fiel. Aus den Niederlagen aber hat er in «Lienhard und Gertrud» und anderswo Rousseaus radikale Erziehungslehre um seine weise «Methode» ergänzt, die ihn berühmt machte.

Sein Bild war längst zum Denkmal erstarrt, als Lukas Hartmann ihn 1978 in «Pestalozzis Berg» auf seine Lebenswirklichkeit zurückführte und einen «fehlbaren Menschen» aus ihm machte, «der uns Mut machen könnte, ehrlicher, das heisst: anstössiger zu leben.»

zur Produktion
  • datum

    25 Jan. 2022

  • uhrzeit

    20:00

  • preis

    CHF 45.- / 30.- / 15.-

  • format

    Serien/Reihen

  • orte

    Saal Neumarkt

  • sparten

    Akademie

  • Produktion/spielzeit

    Hottinger Literaturgespräche