Die for Life

 

Ein Warteraum, Nummern werden angesagt, andere werden gezogen, geschäftiges Treiben konterkariert sterbenslangweilig-erstarrte Minuten, Zeit in Aspik, Personen stehen auf, verschwinden in Zimmern. Gesang oder Gemurmel. Da sagt endlich einer was. Aber was? Spricht er von einer Zwiebel?

Wir halten uns an Routinen, pedantisch ausgeführte Handlungen, Rituale um das Essen, Menschen verrichten Dinge, um sich mit anderen Dingen nicht beschäftigen zu müssen: Versuche, mit sich und den anderen in Kontakt zu kommen werden zahlreich unternommen und ein Markt steht für weitere Versuche im endlosen Raum des Kapitalismus bereit. Hauptsache irgendwie am Leben sein, Hauptsache irgendetwas fühlen, Mensch würde sterben, um zu leben. Gelingende Kommunikation ist unwahrscheinlich, Missverstehen ist der Normalzustand, der Tod ist nur ein Schritt zur Seite.

Vielleicht schon einmal das eigene Begräbnis üben? Aber niemand will den Löffel abgeben. Also. Los geht’s.


Premiere am Donnerstag, 17. November 2022

Mit

Yan Balistoy, Sofia Elena Borsani, Nina Braun, Kornelia Bruggmann, Norbert Gubser, Sascha Ö. Soydan

Produktionsteam

Regie: Anca Munteanu Rimnic

Ausstattung: Anca Munteanu Rimnic & Stéphane Laimé

Musik & Komposition: Arno Kraehahn

Dramaturgie: Hayat Erdoğan

Mitarbeit Stückentwicklung: Sabrina Zwach

Yan Balistoy

Sofia Elena Borsani

Sascha Özlem Soydan

Hayat Erdoğan